Rutschung Aarehang

Ursachen und Massnahmen, Vorgaben für Sanierung

Ausgangslage

Am 31. Mai 2016 ereignete sich an Aarehang auf GB Wolfwil Nr. 979 eine Spontanrutschung, bei welcher sich insgesamt rund 300 – 400 m3 Material mobilisierten und gegen die Aare am Hangfuss abglitten. Die Rutschung ereignete sich nach einem sehr trockenen zweiten Halbjahr 2015 sowie einem sehr niederschlagsreichen ersten Halbjahr 2016. Die im 2015 neu erstellte Winkelstützmauer an der Böschungskante der Gartenterrasse wurde durch die Rutschung nicht tangiert.

Projektdetails

Projektdatum

31. Mai 2016

Auftaggeber

Kanton Solothurn, Schweiz

Ausführungsort

Wolfwil, Kanton Solothurn, Schweiz

Geschäftsfeld

Altlasten | Baugeologie, Geotechnik | Gebäudeschadstoffe | Geologie, Naturgefahren

Auftrag

Die SolGeo AG erhält den Auftrag, eine generelle Hangbeurteilung durchzuführen und die hydrogeologischen Verhältnisse aufzunehmen,

  • vorhandene Archivunterlagen und allgemeine Grundlagen zu studieren,
  • die hydrogeologischen Verhältnisse sowie forstliche und wasserbauliche Grundlagen zusammenzustellen,
  • die Chronologie und möglichen Ursachen der Rutschung aufzuzeigen,
  • mögliche Massnahmen aufzuzeigen und deren Machbarkeit unter wasserbaulichen, geotechnischen und hydrogeologischen Gesichtspunkten einzuschätzen,
  • die kantonalen Fachstellen einzubeziehen und das Vorgehen mit allen Beteiligten zu besprechen.

Die SolGeo AG ist dabei Ansprechpartnerin für die Anwohner des Hanges sowie Koordinatorin zwischen den Fachstellen Amt für Umwelt, Amt für Wald, Jagd und Fischerei, der onyx (Kraftwerkgruppe Mittelland) und der Gebäudeversicherung Solothurn.

Leistungen

  • Zweimalige Begehung des gesamten Hanges im Juni 2016 zur generellen Hangbeurteilung, Aufnahme der geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse.
  • Studium vorhandener Archivunterlagen. – Zusammenstellung der hydrogeologischen Verhältnisse, bestehender Bauwerke, forstlichen und wasserbaulichen Grundlagen, Aufzeigen Chronologie und möglicher Ursachen der Rutschung, Gefahrenbeurteilung. Zusammenstellung der ausgeführten Sofortmassnahmen und Aufzeigen der generellen Massnahmen in einer Aktennotiz.
  • Besprechung der Erkenntnisse sowie des weiteren Vorgehens mit allen Beteiligten am Amt für Umwelt.
  • Erneute Begehung im Herbst 2016.
  • Zusammenstellen der Vorgaben für die Sanierung in einer weiteren Aktennotiz, Versand an Revierförster zur Weiterleitung an die Unternehmer.
  • Begehung des Hanges zwecks Kontrolle der Sanierungsarbeiten im November 2016.

Ansicht auf den abgerutschten Hang und Aufnahme der Geologischen und Hydrogeologischen Verhältnisse

Zur erneuten Bildung einer Schutz- resp. Deckschicht auf den im oberen Bereich sehr steil anstehenden Schottern wird das ausgebrochene Gelände mit Hilfe eines Holzkastenverbaus wiederaufgebaut

Darstellung von zwei Geländeprofilen vor (2009) und nach der Rutschung (21.06.2016)